Hypnos – der Gott des Schlafes. Und was hat er eigentlich mit Hypnose zu tun?
Wusstest du, dass die Hypnose ihren Namen einem griechischen Gott verdankt?
Hypnos war in der griechischen Mythologie der Gott des Schlafes. Sein Name stammt vom griechischen Wort für Schlaf. 1843 prägte der schottische Chirurg James Braid den Begriff Hypnotismus – angelehnt an diesen Wortstamm.
Und jetzt kommt das Kuriose: Obwohl Hypnose ihren Namen vom Schlaf hat, schläft man während einer Hypnose nicht!
Man ist wach, bekommt mit, was um einen herum geschieht, kann sprechen, denken und reagieren. Die Aufmerksamkeit richtet sich vielmehr stärker nach innen.
Hypnose ist kein Schlaf. Punkt!
Aber die Geschichte hat noch einiges mehr zu bieten …
Eine Reise in die Vergangenheit
Bereits im 18. Jahrhundert beschäftigte sich der Arzt Franz Anton Mesmer mit dem, was damals als „animalischer Magnetismus“ bezeichnet wurde. Er glaubte an eine besondere magnetische Kraft im Menschen. Seine Theorie gilt heute als wissenschaftlich widerlegt. Dennoch trugen seine Praktiken dazu bei, dass sich Mediziner intensiver mit veränderten Bewusstseins- und Aufmerksamkeitszuständen beschäftigten.
1843 veröffentlichte James Braid seine Arbeit über Neurypnology und legte wichtige Grundlagen für das heutige Verständnis der Hypnose.
Hypnose im Operationssaal – lange vor der modernen Narkose!
Jetzt wird es richtig spannend!
Im 19. Jahrhundert wurde die sogenannte mesmerische Betäubung tatsächlich bei chirurgischen Eingriffen eingesetzt.
Ein bekanntes Beispiel ist der schottische Chirurg James Esdaile. Er führte in den 1840er-Jahren in Indien zahlreiche Operationen unter mesmerischer Betäubung durch. Allein im Jahr 1846 wurden im Zusammenhang mit seiner Arbeit 102 chirurgische Eingriffe dokumentiert.
Ja, richtig gelesen: Über hundert Operationen, bei denen mesmerische Verfahren zur Schmerzlinderung eingesetzt wurden!
Dann kam eine Entwicklung, die die Chirurgie grundlegend veränderte:
1846 wurde die Äthernarkose öffentlich bei einer Operation demonstriert. Mit der Verbreitung chemischer Narkosemittel veränderte sich die Medizin nachhaltig. Die mesmerische Betäubung verlor zunehmend an Bedeutung.
Und heute? Eine alte Methode wird wieder interessant!
Fast könnte man meinen, die Medizin entdeckt etwas wieder, das längst bekannt war.
Heute wird klinische Hypnose erneut wissenschaftlich untersucht und bei bestimmten medizinischen Eingriffen ergänzend eingesetzt.
Eine systematische Übersichtsarbeit mit Meta-Analysen aus dem Jahr 2025 untersuchte 142 Studien mit insgesamt 9.238 Patienten.
Die Ergebnisse zeigten unter anderem positive Effekte bei Angst und Schmerzen sowie eine geringere Häufigkeit von postoperativer Übelkeit und Erbrechen.
Hypnose kann also nicht nur während medizinischer Eingriffe unterstützen, sondern auch bestimmte Beschwerden nach einer Operation lindern.
Natürlich ersetzt sie keine notwendige Narkose. Aber sie kann in bestimmten Situationen eine wertvolle Ergänzung sein.
Und was bedeutet das für uns?
Hypnose ist keine Zauberei und kein Verlust der Kontrolle.
Sie beschäftigt sich mit unserer Aufmerksamkeit, unserer Wahrnehmung und den inneren Prozessen, die unser Erleben beeinflussen.
Und irgendwie ist es doch amüsant:
Ein Gott des Schlafes gibt einer Methode seinen Namen, bei der man gar nicht schläft.
Hypnose beginnt nicht mit Schlaf. Sie beginnt mit Aufmerksamkeit.
Aufdecken statt Überdecken!
Kann eigentlich jeder hypnotisiert werden?
Eine Frage, die mir immer wieder begegnet.
Meine Antwort: Es braucht vor allem eines – deinen eigenen Wunsch, es auszuprobieren.
Nicht, weil dein Partner sagt: „Du musst das endlich mal versuchen!“
Nicht, weil deine Freundin meint: „Du musst endlich etwas gegen deine Spinnenangst tun!“
Und auch nicht, weil irgendjemand anderes findet, dass es jetzt an der Zeit wäre.
Denn mal ehrlich: Was bringt es, wenn alle anderen etwas für dich wollen, du selbst aber gar nicht dahinterstehst?
Hypnose beginnt nicht mit dem Wunsch anderer. Sie beginnt mit deinem eigenen.
Vielleicht bist du neugierig. Vielleicht möchtest du eine alte Angst hinter dir lassen, ein bestimmtes Muster verstehen oder einfach herausfinden, was in dir steckt.
Du musst nichts beweisen und niemandem etwas recht machen.
Du entscheidest, ob du dich darauf einlassen möchtest. Du bestimmst dein Tempo und bleibst jederzeit bei dir selbst.
Und vielleicht ist da irgendwann dieser Gedanke:
„Ich möchte etwas verändern. Ich bin neugierig und möchte Hypnose selbst erleben.“
Genau dort kann etwas Neues beginnen.
Was ist Hypnose eigentlich? Und was passiert dabei wirklich?
Wenn Menschen das Wort Hypnose hören, denken viele zuerst an Showhypnose. An Menschen, die scheinbar willenlos Dinge tun, die sie normalerweise niemals machen würden.
Doch das hat mit meiner Arbeit wenig zu tun.
Hypnose ist kein Schlaf und auch kein Zustand, in dem du die Kontrolle über dich verlierst.
Vielleicht kennst du diesen Moment: Du bist so tief in Gedanken versunken, dass du deine Umgebung kaum noch wahrnimmst. Oder du schaust einen Film und bist völlig in seiner Geschichte gefangen.
Deine Aufmerksamkeit ist ganz auf eine Sache gerichtet. Ähnlich lässt sich auch der Zustand der hypnotischen Trance beschreiben.
Aber bin ich in Hypnose noch ansprechbar?
Ja! Du bekommst mit, was um dich herum geschieht. Du kannst sprechen, Fragen stellen und jederzeit selbst entscheiden.
Du wirst nicht willenlos und musst nichts tun, was du nicht möchtest.
Kann jeder hypnotisiert werden?
Viele Menschen können Hypnose erleben. Wie leicht jemand in Trance kommt und wie intensiv sie empfunden wird, ist allerdings unterschiedlich.
Vertrauen, Bereitschaft und die eigene Konzentration spielen dabei eine wichtige Rolle.
Für mich ist Hypnose kein Zaubertrick und auch keine Show.
Sie ist eine Möglichkeit, den Blick nach innen zu richten, unbewusste Muster zu entdecken und sich mit dem zu beschäftigen, was hinter bestimmten Ängsten oder Verhaltensweisen liegen könnte.
Denn genau darum geht es bei meiner Arbeit:
Aufdecken statt Überdecken.
Hast du schon einmal über Hypnose nachgedacht oder gibt es etwas, das dich daran verunsichert? Schreib mir gerne.
Du möchtest eine Rückführung?
Möchtest du sehen, wie du als Kleopatra in Eselsmilch gebadet hast?
Wie du als König eine große Schlacht gewonnen hast?
Oder wie du in Atlantis mit Delfinen geschwommen bist?
Dann bist du bei mir falsch.
Rückführungen sind kein Kinofilm, in dem du der strahlende Held deiner eigenen Fantasie bist.
Es geht nicht darum, wer du einmal gewesen sein könntest oder welche spektakulären Geschichten du erleben möchtest.
Es geht darum, welche Bilder, Gefühle und Situationen auftauchen und welche Bedeutung sie für dein heutiges Leben haben können.
Eine Rückführung liefert dir nicht unbedingt das, was dein Ego sehen möchte – sondern kann dir Impulse für das geben, was du heute verstehen und verändern möchtest.
Bist du bereit, dich auf eine Reise einzulassen, deren Ausgang du nicht kennst?
Manchmal merkt man erst im Nachhinein, wie sehr sich das Leben verändert hat.
Ich hatte früher eine richtig heftige Spritzenphobie.
Nicht einfach ein mulmiges Gefühl. Für mich fühlte es sich an, als würde ein Rollladen runtergehen: Ich wusste in diesen Momenten nicht mal mehr, wer ich bin. Völlig ausgeknockt.
Einmal musste mir ein Weisheitszahn operativ im Spital gezogen werden – unter Vollnarkose.
Der Grund? Eine lokale Betäubung mit Spritze war absolut undenkbar. Da ging gar nichts mehr.
Erst als ich schlief, durften sie die Spritze setzen.
Ein Erlebnis, das sich tief eingeprägt hat – und die Ärzte wahrscheinlich auch nicht so schnell vergessen haben.
Dann kam meine Hypnoseausbildung – und damit die Möglichkeit, genau dieses Thema zu bearbeiten.
Und seitdem?
Spritzen machen mir einfach nichts mehr aus.
Kein Panikgefühl.
Kein Ausnahmezustand.
Kein Rollladen, der runtergeht.
Einfach:
Spritze. Na und?
Und jetzt fordert das Leben mich auf eine ganz andere Weise heraus:
Mein Hund braucht in nächster Zeit regelmässig Spritzen.
Da muss ich schon staunen, wenn ich zurückblicke.
Stell dir vor, ich hätte meine Phobie damals nicht bearbeiten lassen …
Wie hätte ich das heute geschafft?
Genau solche Erfahrungen zeigen mir:
Es lohnt sich, Ängste nicht nur zu umgehen oder zu überdecken.
Aufdecken statt überdecken.
Das ist nicht nur ein Leitsatz in meiner Arbeit.
Ich habe am eigenen Leib erfahren, was für eine Freiheit entstehen kann, wenn eine Angst nicht mehr das Leben bestimmt.
Kennst du auch so eine Hürde, die du früher niemals hättest nehmen können – und die heute ganz selbstverständlich ist?
Lebensrad
Zum ausdrucken!
Wann hast du dir zuletzt bewusst angeschaut, wie zufrieden du mit deinem Leben bist?
Unser Alltag ist oft so voll, dass wir gar nicht merken, welche Bereiche unseres Lebens uns guttun – und wo vielleicht etwas zu kurz kommt.
Das Lebensrad ist eine einfache Möglichkeit, einmal innezuhalten und den eigenen Blick nach innen zu richten.
So geht’s:
Beschrifte die Bereiche ganz individuell.
Wähle das, was für DICH wichtig ist.
Bewerte deine Zufriedenheit von 1 bis 10.
Male jeden Bereich bis zu deiner persönlichen Zahl aus.
Du kannst eine oder mehrere Farben verwenden – ganz so, wie es dir gefällt.
Anschließend schau dir dein Lebensrad in Ruhe an.
Was erzählt dir dein Bild?
Vielleicht entdeckst du Bereiche, die bereits wunderbar laufen. Vielleicht siehst du aber auch etwas, das mehr Aufmerksamkeit verdient.
Und genau darum geht es: nicht um Perfektion, sondern um Bewusstsein.
Denn manchmal beginnt Veränderung schon damit, etwas bewusst wahrzunehmen.
Dein Leben. Dein Lebensrad. Deine ganz persönliche Sichtweise.